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Im Jahre 1958 kehrten 51 Handschriften, die im Mittelalter im Scriptorium, dem Schreib- und Malatelier der Benediktinerabtei Sankt-Willibrord in Echternach, entstanden waren, in der ,,Willibrordus -Ausstellung", die im Rahmen der Feiern für die 1300. Wiederkehr des Geburtsjahres des Heiligen organisiert worden war, für die Dauer von drei Monaten an ihren Entstehungsort zurück. In dieser Ausstellung standen naturgemäß Person und Werk des Heiligen im Mittelpunkt. Die einzigartige Ausstrahlung, die von seinem im Sauertal gegründeten Kloster, auch nach der Säkularisierung am Ende des 18. Jahrhunderts, auf allen Gebieten ausgeht, und die man bis heute ganz einfach fühlt, wurde für viele Besucher zum unvergeßlichen Erlebnis.
Dabei war den Handschriften, die in einer besonderen Abteilung gezeigt wurden, eine besondere Rolle zugedacht worden: 28 von ihnen kamen aus der National-Bibliothek in Luxemburg und 23 aus verschiedenen Ländern Europas, wo sie bis heute als wertvolle Zeugnisse der mittelalterlichen Buchmalerkunst und als wesentliche Unterlagen für die Textkritik der Bibel und der alten Autoren gehütet werden. Dazu waren die Handschriffen sozusagen nur als Stellvertreter der Gesamtproduktion der Echternacher Abtei auf diesem Gebiet ausgewählt worden, die an Quantität, besonders aber an Qualität, bei weitem das übertrat, was andere Klöster des Mittelalters aufweisen konnten.
Das Prunkstück der Ausstellung, der ,,Codex aureus", das sagenhafte ,,Goldene Evangelienbuch von Echternach", ganz in Goldbuchstaben geschrieben, in einen Deckel aus Gold, Elfenbein und Edelsteinen eingebunden, war, seit 1794, der Flucht der Mönche vor der Französischen Revolution, zum ersten Mal wieder in Echternach gewesen. Die Technik der Faksimilierung erlaubt nun eine endgültige ,,Rückkehr" nach Echternach und Luxemburg.
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